Freileitungsgrundsatz: Nationalrat muss Spielraum für Erdkabel sichern

Medienmitteilung, 11. August 2026

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (UREK-N) hat heute im Rahmen der Beratungen zum Netzexpress einen Antrag für zusätzliche Ausnahmen vom Freileitungsgrundsatz mit 14 zu 11 Stimmen abgelehnt. Der Antrag ging auf den Kompromissantrag von Ständerat Beat Rieder zurück, der in der Sommersession im Ständerat mit 22 zu 21 Stimmen knapp gescheitert war. Eine abgeschwächte Minderheitsposition wird nun im Nationalrat weitergeführt.

Der Verein Hochspannung unter den Boden (HSUB) bedauert den Entscheid. Der ursprüngliche Antrag hätte neben der Erhaltung von Biotopen nationaler Bedeutung auch die Bündelung mit anderen Infrastrukturvorhaben ermöglicht und eine Interessenabwägung unter Berücksichtigung aller verfügbaren Technologieoptionen vorgesehen. Die nun verbleibende Minderheit enthält immerhin die Ausnahme für Biotope sowie die Interessenabwägung.

«Das ist das Mindeste, was der Nationalrat nun tun muss», sagt Emmanuel Amoos, Präsident von HSUB. «Wenn der Freileitungsgrundsatz schon eingeführt wird, muss er genügend Spielraum für sachgerechte Lösungen lassen. Der Nationalrat sollte deshalb zumindest die verbleibende Minderheitsposition annehmen.»

HSUB unterstützt einen raschen Netzausbau. Dieser darf jedoch nicht dazu führen, dass die sachlich beste Technologie von vornherein ausgeschlossen wird.

Kontakt:
Emmanuel Amoos, Präsident, Nationalrat
emmanuel.amoos@parl.ch / +41 78 607 72 32

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