Presseschau Reusstal
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Verein Verträgliche Starkstromleitung Reusstal (VSLR)





 


LInk zur VSLR- Generalversammlung 2011


 

 

 

 

 

 

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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 08/48 der Schweizer Familie publiziert.

Der verschmürzelte Schirm

 

 

Zuerst ein Surren, dann ein Kribbeln in der Hand und schliesslich ein paar Brandlöcher im Schirm:

Marco Hegners Spaziergang beschäftigt jetzt sogar die Forscher.
von Stefanie Werner

Es regnete in Strömen. Marco Hegner, 19, ging zügig voran. In der Hand einen türkisgrünen Schirm, in den Ohren Kopfhörer mit seiner Lieblingsmusik. Neben ihm trottete Zino, sein Belgischer Schäferhund - als es plötzlich anfing zu surren.

Marco Hegner fluchte. Waren schon wieder die Kopfhörer kaputt? Doch als er sie aus den Ohren zog, surrte es immer noch. Und er realisierte: «Es war mein Schirm, der Töne von sich gab.» Instinktiv blickte der Poly-Mechaniker nach oben. Er stand direkt unter den Hochspannungsleitungen nahe der Autobahnausfahrt Schmerikon SG. Verdutzt liess er den Plastikgriff des Schirms los und berührte den Metallstab, von dem das Surren offenbar stammte. «Da spürte ich ein vibrieren und ein Kribbeln in der Hand.» Marco Hegner ging weiter. Das Surren hörte auf. Er ging zurück unter die Leitungen. Das Surren war wieder da. Aus Neugier hielt der junge Mann seinen Schirm in die Höhe. Da passierte etwas, was später selbst die Fachleute verwirren sollte und die meisten Menschen veranlasst hätte, den Schirm weit weg zu werfen: Im türkisgrünen Polyesterstoff bildeten sich graubraune Flecken. An manchen Stellen richtige Brandlöcher mit einem Durchmesser von eineinhalb Zentimetern. «Da wurde mir mulmig», sagt Marco Hegner. «Auch wenn ich wusste, dass mir nichts passieren konnte.»

Zu Hause zeigte er dann den verschmürzelten Schirm seiner Mutter Cornelia Hegner. «Sternenhagel, was hast du denn gemacht?», fragte sie. Der Sohn erzählte, was er erlebt hatte. Und seine Mutter glaubte ihm. Im Gegensatz zu den Verantwortlichen bei den Nordostschweizerischen Kraftwerken (NOK) und dem Elektrizitätswerk Schmerikon. Als ein Journalist der «Obersee-Nachrichten» in dem Fall recherchierte, liessen die NOK in Uznach verlauten: «So etwas haben wir noch nie gehört. Hat sich dieser Junge nicht einen Scherz erlaubt?» Und das EW Schmerikon gab zu Protokoll: «Der hat den Schirm wohl eher in eine Steckdose gesteckt.» Marco Hegner wurde mit seinem verschmürzelten Schirm sprichwörtlich im Regen stehen gelassen. «Die sollen denken, was sie wollen», sagt er. Doch der Journalist der «Obersee-Nachrichten» liess nicht locker. Er sei «hoch gespannt», was die Verantwortlichen der Axpo von der Geschichte halten würden, witzelte er in einem Artikel.

Bei der Axpo räumte man endlich ein, dass Marco Hegner möglicherweise doch die Wahrheit gesagt hatte. «Um Hochspannungsleitungen bestehen elektrische Felder», erklärt der Axpo-Mediensprecher Erwin Schärer. «Diese Felder können bei langen, metallischen Gegenständen wie einem Schirm eine Aufladung bewirken, was man beim Kontakt mit dem Metallteil als Kribbeln spürt.» Die Brandlöcher jedoch hält Schärer für «mirakulös». Bei der Axpo, sagt er, habe man so etwas noch nie gehört. «Wir nehmen den Fall aber ernst und haben ihn zur Beurteilung an eine externe Fachstelle weitergegeben.»

Wie ernst die Axpo Marco Hegners Fall nimmt, erkannte seine Mutter Cornelia bei einem Spaziergang mit Hund Zino. Als sie zu den Hochspannungsleitungen kam, sah sie ein Auto der Axpo und einige Männer. Sie muss ein Lachen unterdrücken, als sie erzählt, was die Männer da machten: «Sie standen mit Messgeräten unter den Leitungen und hielten Schirme in die Höhe.»

 

Meldung in der AZ vom 18.7.08

«NOK hat noch nicht reagiert»

Niederwil bevorzugt unterirdische Starkstromleitung

Enttäuscht zeigte sich die Gemeindeversammlung Niederwil ob der Haltung des Stromkonzerns NOK im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Stromleitungsnetzes. Laut Gemeindeammann Thomas Peterhans hat die NOK noch nicht auf den Brief der Gemeinderäte Niederwil und Fischbach-Göslikon reagiert. In diesem Schreiben wird die NOK aufgefordert, die Kosten für die zwei Varianten Kabelleitung im Boden und Freileitung mit Hochmasten aufzulisten. Auf Vorschlag von Gottfried Stöckli kam ein Überweisungsantrag ohne Gegenstimme durch. So wird an der Versammlung im November über einen Beitritt zum Verein «Hochspannung unter dem Boden» befunden.

Im Übrigen hiess die «Sommer-gmeind» alle traktandierten Geschäft gut, fast alle einstimmig. (sl)

Meldung im BBA vom 6.6.08

 

... Hans Kneubühler stellte unter "Verschiedenes" den Antrag , dass die Gemeinde Fischbach- Göslikon dem Verein «Hochspannung unter dem Boden» für einen jährlichen Betrag von 1000 Franken beitreten solle. Der Antrag wurde mit 38 Ja zu 21 Nein gutgeheissen. Der Betrag wird ins nächste Budget aufgenommen...

--kae

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