Verein
Verträgliche Starkstromleitung Reusstal
(VSLR)

LInk zur VSLR- Generalversammlung 2011































Der verschmürzelte
Schirm Zuerst ein Surren, dann ein
Kribbeln in der Hand und schliesslich ein paar
Brandlöcher im Schirm: Marco Hegners Spaziergang
beschäftigt jetzt sogar die Forscher. Es regnete in Strömen. Marco
Hegner, 19, ging zügig voran. In der Hand einen
türkisgrünen Schirm, in den Ohren Kopfhörer
mit seiner Lieblingsmusik. Neben ihm trottete Zino, sein
Belgischer Schäferhund - als es plötzlich anfing
zu surren. Marco Hegner fluchte. Waren schon
wieder die Kopfhörer kaputt? Doch als er sie aus den
Ohren zog, surrte es immer noch. Und er realisierte:
«Es war mein Schirm, der Töne von sich gab.»
Instinktiv blickte der Poly-Mechaniker nach oben. Er stand
direkt unter den Hochspannungsleitungen nahe der
Autobahnausfahrt Schmerikon SG. Verdutzt liess er den
Plastikgriff des Schirms los und berührte den
Metallstab, von dem das Surren offenbar stammte. «Da
spürte ich ein vibrieren und ein Kribbeln in der
Hand.» Marco Hegner ging weiter. Das Surren hörte
auf. Er ging zurück unter die Leitungen. Das Surren war
wieder da. Aus Neugier hielt der junge Mann seinen Schirm in
die Höhe. Da passierte etwas, was später selbst
die Fachleute verwirren sollte und die meisten Menschen
veranlasst hätte, den Schirm weit weg zu werfen: Im
türkisgrünen Polyesterstoff bildeten sich
graubraune Flecken. An manchen Stellen richtige
Brandlöcher mit einem Durchmesser von eineinhalb
Zentimetern. «Da wurde mir mulmig», sagt Marco
Hegner. «Auch wenn ich wusste, dass mir nichts
passieren konnte.» Zu Hause zeigte er dann den
verschmürzelten Schirm seiner Mutter Cornelia Hegner.
«Sternenhagel, was hast du denn gemacht?», fragte
sie. Der Sohn erzählte, was er erlebt hatte. Und seine
Mutter glaubte ihm. Im Gegensatz zu den Verantwortlichen bei
den Nordostschweizerischen Kraftwerken (NOK) und dem
Elektrizitätswerk Schmerikon. Als ein Journalist der
«Obersee-Nachrichten» in dem Fall recherchierte,
liessen die NOK in Uznach verlauten: «So etwas haben
wir noch nie gehört. Hat sich dieser Junge nicht einen
Scherz erlaubt?» Und das EW Schmerikon gab zu
Protokoll: «Der hat den Schirm wohl eher in eine
Steckdose gesteckt.» Marco Hegner wurde mit seinem
verschmürzelten Schirm sprichwörtlich im Regen
stehen gelassen. «Die sollen denken, was sie
wollen», sagt er. Doch der Journalist der
«Obersee-Nachrichten» liess nicht locker. Er sei
«hoch gespannt», was die Verantwortlichen der Axpo
von der Geschichte halten würden, witzelte er in einem
Artikel. Bei der Axpo räumte man endlich
ein, dass Marco Hegner möglicherweise doch die Wahrheit
gesagt hatte. «Um Hochspannungsleitungen bestehen
elektrische Felder», erklärt der
Axpo-Mediensprecher Erwin Schärer. «Diese Felder
können bei langen, metallischen Gegenständen wie
einem Schirm eine Aufladung bewirken, was man beim Kontakt
mit dem Metallteil als Kribbeln spürt.» Die
Brandlöcher jedoch hält Schärer für
«mirakulös». Bei der Axpo, sagt er, habe man
so etwas noch nie gehört. «Wir nehmen den Fall
aber ernst und haben ihn zur Beurteilung an eine externe
Fachstelle weitergegeben.» Wie ernst die Axpo Marco Hegners Fall
nimmt, erkannte seine Mutter Cornelia bei einem Spaziergang
mit Hund Zino. Als sie zu den Hochspannungsleitungen kam,
sah sie ein Auto der Axpo und einige Männer. Sie muss
ein Lachen unterdrücken, als sie erzählt, was die
Männer da machten: «Sie standen mit
Messgeräten unter den Leitungen und hielten Schirme in
die Höhe.»



von Stefanie Werner







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Meldung in der AZ vom 18.7.08 «NOK hat noch nicht reagiert» Niederwil bevorzugt unterirdische Starkstromleitung Enttäuscht zeigte sich die Gemeindeversammlung Niederwil ob der Haltung des Stromkonzerns NOK im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Stromleitungsnetzes. Laut Gemeindeammann Thomas Peterhans hat die NOK noch nicht auf den Brief der Gemeinderäte Niederwil und Fischbach-Göslikon reagiert. In diesem Schreiben wird die NOK aufgefordert, die Kosten für die zwei Varianten Kabelleitung im Boden und Freileitung mit Hochmasten aufzulisten. Auf Vorschlag von Gottfried Stöckli kam ein Überweisungsantrag ohne Gegenstimme durch. So wird an der Versammlung im November über einen Beitritt zum Verein «Hochspannung unter dem Boden» befunden. Im Übrigen hiess die «Sommer-gmeind» alle traktandierten Geschäft gut, fast alle einstimmig. (sl) Meldung im BBA vom 6.6.08
... Hans Kneubühler stellte unter "Verschiedenes" den Antrag , dass die Gemeinde Fischbach- Göslikon dem Verein «Hochspannung unter dem Boden» für einen jährlichen Betrag von 1000 Franken beitreten solle. Der Antrag wurde mit 38 Ja zu 21 Nein gutgeheissen. Der Betrag wird ins nächste Budget aufgenommen... --kae |










